{"id":544,"date":"2013-12-13T11:13:02","date_gmt":"2013-12-13T10:13:02","guid":{"rendered":"http:\/\/floni.eu\/?p=544"},"modified":"2013-12-13T11:13:02","modified_gmt":"2013-12-13T10:13:02","slug":"halbzeit-in-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?p=544","title":{"rendered":"Halbzeit in Sicht"},"content":{"rendered":"<p>Heute ist der 13.12. (\u00fcbrigens ein Freitag, aber wir haben nichts erlebt, was auf einen Ungl\u00fcckstag hindeutet, also nur Mut ;-)). Das hei\u00dft, wir sind jetzt genau zwei Monate unterwegs. In diesen zwei Monaten haben wir schon so viel erlebt, dass es mir manchmal vorkommt wie zwei Jahre. Aber was mir gestern pl\u00f6tzlich aufgefallen ist: Wenn ich die Tage richtig gez\u00e4hlt habe, ist genau an Weihnachten die H\u00e4lfte unserer Reise um. Und dieser Gedanke erscheint mir auch sehr seltsam &#8211; ist diese Reise, die wir so lange geplant haben, die wir so vielen Leuten beschrieben haben, wirklich schon halb vorbei? Waren wir wirklich schon in den ganzen L\u00e4ndern, die wir immer aufgez\u00e4hlt haben? Nicht, dass ich schon wieder alles vergessen h\u00e4tte, im Gegenteil, ich kann mich an fast jeden Tag noch sehr deutlich erinnern. Aber ich glaube, so richtig verarbeiten kann ich das alles erst zuhause.<\/p>\n<p>Wir sind mittlerweile in Napier an der Ostk\u00fcste der Nordinsel gelandet. Eigentlich wollten wir noch gar nicht hier sein, aber eine schwere Erk\u00e4ltung, die uns beide erwischt hat, hat unsere Pl\u00e4ne umgeworfen. Wir waren ja in Hamilton und haben von dort aus das Hobbiton Movie Set in Matamata besucht. Dank einer ordentlichen Dosis Aspirin Complex konnte ich das auch einigerma\u00dfen genie\u00dfen. Von dort sind wir weiter nach Rotorua, wo wir im Wai-o-tapu Thermal Wonderland waren (Fotos zu beiden Attraktionen sind schon im Fotoalbum). Da diese Gegend vulkanisch sehr aktiv ist, gibt es viele hei\u00dfe Quellen und Geysire. Die Mineralien, die dabei mit an die Oberfl\u00e4che kommen, geben dem Boden und dem Wasser teilweise unglaubliche Farben. Giftgr\u00fcn, leuchtend gelb, orange, rot, alles ganz nat\u00fcrlich entstanden, wirkt aber oft wie k\u00fcnstlich eingef\u00e4rbt. Sehr lustig anzusehen. Einziger Makel: Mit dabei ist auch ein hoher Gehalt an Schwefel &#8211; und das riecht man! Je nach Wind haben wir sogar in unserem Hostel noch was davon gemerkt. Naja, und eigentlich wollten wir dann von Rotorua nach Taupo fahren und von dort aus in den Tongariro Nationalpark, um den Tongariro Alpine Crossing zu gehen, eine der bekanntesten Tageswanderungen Neuseelands. F\u00fcr alle Herr-der-Ringe-Fans: Man wandert durch Mordor und kommt direkt am Schicksalsberg vorbei, wer drei Stunden Extrazeit hat, kann auch bis zum Gipfel steigen. F\u00fcr alle anderen: Die Tour verspricht laut Reisef\u00fchrer &#8222;atemberaubende&#8220; und &#8222;spektakul\u00e4re&#8220; Aussichten auf die umliegende Vulkan- und Seenlandschaft im Nationalpark. Und dann standen wir da in Taupo in der Touristeninformation vor der Wanderkarte und mussten uns eingestehen, dass wir diese sechs- bis siebenst\u00fcndige Tour, die schon unter normalen Bedingungen eine Herausforderung f\u00fcr uns ist, niemals in erk\u00e4ltetem Zustand schaffen w\u00fcrden, ohne uns v\u00f6llig kaputt zu machen. Was also tun? Urspr\u00fcnglich hatten wir vorgehabt, nach unserem Aufenthalt in Taupo nach Napier und von dort in einem gro\u00dfen Bogen runter nach Wellington zu fahren. Nun beschlossen wir spontan, unsere geplante Route umzudrehen und zuerst nach Napier zu fahren. Sozusagen zwei Tage Kur an der Ostk\u00fcste, bevor es dann mit frischen Kr\u00e4ften nach Taupo zur\u00fcck geht. Von dort aus kann man n\u00e4mlich genauso gut nach Wellington fahren. Und tats\u00e4chlich geht es uns jetzt wieder viel besser und wir sind guter Hoffnung, den Tongariro Crossing \u00fcbermorgen erfolgreich zu meistern. Dann k\u00f6nnte uns h\u00f6chstens noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen, denn bei starkem Nebel oder Regen werden wir uns wohl zweimal \u00fcberlegen, ob uns das wirklich sooo wichtig ist&#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Noch ein Wort zu Napier: Wir haben ja vorher lange ger\u00e4tselt, wie man den Namen wohl ausspricht. Er verleitet ja zur franz\u00f6sischen Aussprache &#8222;Napje&#8220;. Tats\u00e4chlich ist es aber einfach &#8222;N\u00e4ipir&#8220;. Napier nennt sich selbst die &#8222;Art-Deco-Hauptstadt der Welt&#8220;, denn nach einem Erdbeben 1931 wurden gro\u00dfe Teile der Stadt in dem damals weltweit angesagten Baustil neu aufgebaut. Es ist wirklich putzig, durch die Stra\u00dfen zu gehen, in denen sich ein Art-Deco-Haus ans andere reiht, denn ich finde, sie sehen alle aus wie Puppenh\u00e4user, so h\u00fcbsch verziert und bunt bemalt. Passend dazu steht Napier komplett im Zeichen der 1920er und 30er Jahre: Egal ob Kleidung, Musik oder Spielzeug, hier findet man alles, was irgendwie an diese Zeit erinnert. Wir haben uns in einem der Souvenirl\u00e4den ausgetobt und ich muss sagen, dass ich mit Hut, gepunktetem Regenschirm und Federboa gar nicht so schlecht aussehe. \ud83d\ude09 (Und nein, davon gibt es kein Foto.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist der 13.12. (\u00fcbrigens ein Freitag, aber wir haben nichts erlebt, was auf einen Ungl\u00fcckstag hindeutet, also nur Mut ;-)). 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