{"id":434,"date":"2013-12-04T09:03:20","date_gmt":"2013-12-04T08:03:20","guid":{"rendered":"http:\/\/floni.eu\/?p=434"},"modified":"2013-12-04T10:05:58","modified_gmt":"2013-12-04T09:05:58","slug":"its-fijitime","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?p=434","title":{"rendered":"It&#8217;s Fijitime"},"content":{"rendered":"<p>Da wir heute in Auckland angekommen sind und wieder Internet haben, kann ich auch noch meinen bereits vorbereiteten Beitrag ver\u00f6ffentlichen. Er klingt wohl beim ersten Lesen etwas negativ, obwohl er das gar nicht sein sollte. Aber lest einfach selbst:<\/p>\n<p>Fijitime. Diesen Begriff haben wir im Voraus oft geh\u00f6rt. Sozusagen als Warnung, dass man in Fiji Geduld haben muss, weil die Fijianer weder schnell arbeiten noch Wert auf P\u00fcnktlichkeit legen. Sie selbst stehen \u00fcbrigens dazu und begr\u00fcnden diese L\u00e4ssigkeit damit, dass Fiji direkt an der Datumsgrenze liegt und somit in der Zeit ganz weit vorne ist und man wolle die restliche (=westliche) Welt \u00fcber den Tag hinweg aufholen lassen.<br \/>\nGesp\u00fcrt haben wir davon erstaunlich wenig. Am Flughafen ging alles gewohnt schnell, und auch der Yasawa-Flyer ist beide Male noch deutlich p\u00fcnktlicher gefahren als die M\u00fcnchner S-Bahn.<\/p>\n<p>H\u00f6chstens beim Essen, aber das mag bei mir eventuell etwas subjektiv sein. Sie richten zum Beispiel das Essen so gem\u00fctlich auf den Tellern an, das selbst zwei langsame Bedienungen bei zehn gro\u00dfen Tischen nicht ausgelastet sind. \u00dcberhaupt sind Bedienungen nicht sonderlich schnell. Zwei Tassen Tee dauern da schon mal eine halbe Stunde, wenn sie \u00fcberhaupt kommen. <\/p>\n<p>Was dagegen durchaus auff\u00e4llt ist eine extreme Gelassenheit &#8211; um nicht zu sagen Nachl\u00e4ssigkeit &#8211; in ganz anderen Bereichen. Zum Beispiel stellen sie M\u00fclleimer mit drei Beh\u00e4ltern zum Trennen auf, kommen dann aber mit einem Schubkarren und schmei\u00dfen alles wieder zusammen.<br \/>\nEin Handtuch auf dem Boden bedeutet in Europa zum Beispiel auch, dass es bitte ausgewechselt werden soll. Ich h\u00e4tte mich zwar nicht gewundert, wenn das Zimmerm\u00e4dchen es wieder aufh\u00e4ngt, aber dass sie es einfach liegen l\u00e4sst, hat mich dann doch \u00fcberrascht. Daf\u00fcr hat man t\u00e4glich neuen Bl\u00fctenschmuck auf dem Bett. Wenn die Seife am vorletzten Tag aus ist, lohnt es sich hier scheinbar auch nicht, eine neue hinzulegen.<br \/>\nWenn bei meinem Chicken Tikka das Naan-Brot fehlt, das mit auf der Karte steht, ist das selbst f\u00fcr mich kein Weltuntergang, aber ich erwarte dann doch eine Erkl\u00e4rung (&#8222;war aus&#8220;, &#8222;Fehler im Men\u00fc&#8220;, &#8222;vergessen&#8220;). Die Nachfrage einfach nur zur Kenntnis zu nehmen und dann nicht mehr darauf zur\u00fcckzukommen, ist doch eher ungew\u00f6hnlich.<br \/>\nZu guter Letzt findet man dann noch Insektenbeine auf seinem Teller. <\/p>\n<p>Aber all diese Kleinigkeiten sind h\u00f6chstens auff\u00e4llig und st\u00f6ren uns nicht wirklich und k\u00f6nnen &#8211; obwohl wir uns selbst nun schon mehrfach &#8222;typisch deutsch&#8220; genannt haben &#8211; uns nicht den Urlaub schlecht machen. Fiji ist toll, keine Frage. M\u00f6glicherweise gerade wegen der Fijitime, die man als Reisender vielleicht mehr lebt und leben kann als die Fijianer es selbst je tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da wir heute in Auckland angekommen sind und wieder Internet haben, kann ich auch noch meinen bereits vorbereiteten Beitrag ver\u00f6ffentlichen. Er klingt wohl beim ersten Lesen etwas negativ, obwohl er das gar nicht sein sollte. 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