{"id":253,"date":"2013-11-05T21:15:04","date_gmt":"2013-11-05T20:15:04","guid":{"rendered":"http:\/\/floni.eu\/?p=253"},"modified":"2013-11-05T21:15:04","modified_gmt":"2013-11-05T20:15:04","slug":"erstes-zwischenfazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?p=253","title":{"rendered":"Erstes Zwischenfazit"},"content":{"rendered":"<p>So, wir sind ja mittlerweile in Araukanien angekommen. Damit ist der erste Teil unserer Reise, die vorher gebuchte All-inclusive-Tour mit Unterk\u00fcnften, Transporten und jeder Menge Besichtigungen, abgeschlossen. Zeit f\u00fcr ein erstes Zwischenfazit &#8211; und das f\u00e4llt ehrlich gesagt eher ern\u00fcchternd aus!<br \/>\nVon Brasilien haben wir ja nur winzigkleine Ausschnitte gesehen. Ich k\u00f6nnte mir durchaus vorstellen, dieses riesige Land nochmal l\u00e4nger zu bereisen, auch in den Norden fahren, ein St\u00fcck den Amazonas entlangschippern usw. Soweit ganz gut.<br \/>\nBei Peru und Bolivien muss ich dagegen sagen, dass auf meiner Reiseliste noch ungef\u00e4hr 190 andere L\u00e4nder kommen, bevor ich wieder dorthin fahren w\u00fcrde. Zwei Wochen haben gereicht, um f\u00fcr einen gewissen \u00dcberdruss zu sorgen: Wir haben uns einfach sattgesehen an den ewigen roten Ziegelh\u00e4usern in den St\u00e4dten und braunen Lehmh\u00e4usern auf dem Land, von denen ein gro\u00dfer Teil aus steuerlichen Gr\u00fcnden nie fertiggestellt wird, an den Haufen von Plastikm\u00fcll, die \u00fcberall liegen, sogar dort, wo weit und breit keine menschliche Siedlung zu sehen ist, an den Frauen mit Charlie-Chaplin-H\u00fcten und bunten Traget\u00fcchern, die einem entweder garantiert echte Alpakawollpullover oder Plastikponchos oder Halsketten oder alles zusammen verkaufen wollen, an den Kindern in andiner Tracht mit L\u00e4mmchen oder Lamababy auf dem Arm, die Fotos mit sich anbieten &#8211; nat\u00fcrlich gegen Bares. Wir haben uns auch sattgeh\u00f6rt an dem ununterbrochenen Verkehrsl\u00e4rm, dem Gehupe und Geschrei, und an der unvermeidlichen Panfl\u00f6tenmusik, mit der man in s\u00e4mtlichen Lokalen, Hotellobbies und sogar Reisebussen beschallt wird, wobei \u00fcbrigens ABBAs Chiquitita und Simon &#038; Garfunkels El Condor Pasa ganz weit oben auf der Hitliste liegen.<br \/>\nDas klingt nat\u00fcrlich erstmal niederschmetternd, soll aber auf keinen Fall hei\u00dfen, dass wir die Reise bereuen w\u00fcrden. Wir sind f\u00fcr alle Erfahrungen dankbar, die wir bisher machen durften. Nicht zuletzt &#8211; und das meine ich ganz ernsthaft &#8211; haben sie uns gezeigt, wie gut wir es zuhause haben und wie hoch unser Lebensstandard in Deutschland tats\u00e4chlich ist.<br \/>\nUnd es gab ja auch einige wirklich positive und interessante Dinge. Die peruanische bzw. bolivianische K\u00fcche zum Beispiel. Ich hab Alpakasteak und paniertes Lamaschnitzel mit Kartoffelp\u00fcree aus einer der dreitausendnochwas heimischen Kartoffelsorten gegessen und es war so lecker! Und vor allem hab ich Quinoa f\u00fcr mich entdeckt und mir schon fest vorgenommen, zuhause ein paar Rezepte rauszusuchen und auszuprobieren. Quinoa ist, soweit ich wei\u00df, auch bei uns erh\u00e4ltlich, z.B. im Reformhaus.<br \/>\nAuch die Religion ist sehr interessant, eine spannende Mischung aus christlichen und vorchristlichen, indigenen Elementen. So wird beispielsweise die Jungfrau Maria meist mit langem, dreieckigem Mantel dargestellt und symbolisiert damit gleichzeitig Pachamama, die Mutter Erde. Die Kirchen sind oft voll mit Spiegeln, die das Sonnenlicht reflektieren und die Verehrung f\u00fcr Inti, die Sonne, die als Gottheit gesehen wird, ausdr\u00fccken. Ja ja, Reisen bildet! Und dieses ganze Wissen ist garantiert wertvoller als das Wissen um den Unterschied zwischen einer einfachen und einer hierarchischen Regressionsanalyse&#8230;<br \/>\nAlso halten wir fest: Um zu wissen, wie etwas ist, muss man es selbst erlebt haben, und genau das d\u00fcrfen wir jeden Tag tun &#8211; Dinge erleben und dann f\u00fcr uns selbst entscheiden, ob sie uns gefallen oder nicht. So kann es weitergehen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, wir sind ja mittlerweile in Araukanien angekommen. Damit ist der erste Teil unserer Reise, die vorher gebuchte All-inclusive-Tour mit Unterk\u00fcnften, Transporten und jeder Menge Besichtigungen, abgeschlossen. 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