{"id":234,"date":"2013-10-30T21:14:44","date_gmt":"2013-10-30T20:14:44","guid":{"rendered":"http:\/\/floni.eu\/?p=234"},"modified":"2013-10-30T21:17:59","modified_gmt":"2013-10-30T20:17:59","slug":"notizen-einer-reisenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?p=234","title":{"rendered":"Notizen einer Reisenden"},"content":{"rendered":"<p>Tja nun, zwei Wochen dauerte die Schonfrist, die mir gew\u00e4hrt wurde, in der ich Fleisch, Fisch und sogar Salat ohne Reue genie\u00dfen konnte. Doch Montag abend war es dann soweit: Montezuma schlug zu, und die in Frage kommenden \u00dcbelt\u00e4ter sind &#8211; eine hei\u00dfe Schokolade und ein Pfannkuchen mit Schokoso\u00dfe. Aber dank unserer gut gef\u00fcllten Reiseapotheke hab ich die Busfahrt von Copacabana nach La Paz problemlos \u00fcberstanden und bin schon wieder fit. Weiter will ich dieses Thema gar nicht ausbreiten, aber es geh\u00f6rt (wie viele von euch wohl aus eigener Erfahrung wissen) eben auch zum Reisen dazu. Und um ehrlich zu sein: Ich hatte mich schon gewundert, dass wir es so lange ohne geschafft haben.<br \/>\nEine f\u00fcr mich deutlich erfreulichere Nachricht: Ich hab beide Klausuren des Sommersemesters bestanden. Yeah! Von der einen wusste ich schon vor unserer Abreise, die zweite ist jetzt erst fertig korrigiert. Wieder eine Sorge weniger. Denn auch wenn momentan nat\u00fcrlich die Reise an erster Stelle steht, ist mein Leben danach ja kein schwarzes Loch. Ich werde ab April weiterstudieren, und der Gedanke daran f\u00e4llt mit dem Wissen, keine Wiederholungsklausur schreiben zu m\u00fcssen, deutlich leichter.<br \/>\nWie gerade schon erw\u00e4hnt sind wir jetzt in La Paz, dem h\u00f6chstgelegenen Regierungssitz der Welt. Offizielle Hauptstadt Boliviens ist zwar Sucre, die wirklich wichtigen Dinge spielen sich aber in La Paz ab. Hier wohnt und arbeitet schlie\u00dflich der Pr\u00e4sident und hier tagt der Kongress. La Paz liegt auf 3100 bis 3600 Metern und erstreckt sich damit \u00fcber unglaubliche 500 H\u00f6henmeter! Das haben wir heute bei unserer Stadtrundfahrt auch gemerkt, es war ein Auf und Ab wie in der Achterbahn. Ach, ich brauche wohl gar nicht mehr zu erw\u00e4hnen, dass der Verkehr auch hier chaotisch ist und das Gehupe der im Stau stehenden Autos einen 24 Stunden am Tag begleitet. Da man durch Hupen nat\u00fcrlich keine Sekunde schneller vorankommt, ist meine Theorie, dass die Fahrer sich mangels Autoradio so ihre Langeweile vertreiben wollen. Der einzige Ort, an dem wir bisher nicht vom Stra\u00dfenl\u00e4rm geweckt wurden, war Copacabana. Wir sind morgens fast erschrocken, denn wir h\u00f6rten &#8211; Vogelgezwitscher! Aber Copacabana ist halt auch ein Kaff mit 7000 Einwohnern und ungef\u00e4hr drei Stra\u00dfen, die den Namen Stra\u00dfe verdient haben. Herrlich&#8230; Aber ich schweife ab. La Paz ist unter anderem bekannt f\u00fcr den Mercado de las brujas, den Hexenmarkt. Hier gibt es allerlei Amulette, rituelle Instrumente und Opfergaben f\u00fcr Pachamama zu kaufen &#8211; unter anderem getrocknete Lamaembryonen, je nach Entwicklungsstadium klein und nackt oder gro\u00df mit Fell. Die h\u00e4ngen an den St\u00e4nden einfach geb\u00fcndelt von der Decke runter und werden bei Zeremonien als Opfer verbrannt. B\u00e4h! Hier findet man auch Schamanen und Wahrsager, die einem die Zukunft aus Cocabl\u00e4ttern lesen oder Karten legen. Ein sehr interessanter Ort, aber auch ein bisschen unheimlich. Ich war sehr darauf bedacht, allen freundlich zuzul\u00e4cheln und mich sonst m\u00f6glichst unauff\u00e4llig zu verhalten. Nicht dass ich noch mit einem Voodoolama verflucht werde oder so was&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tja nun, zwei Wochen dauerte die Schonfrist, die mir gew\u00e4hrt wurde, in der ich Fleisch, Fisch und sogar Salat ohne Reue genie\u00dfen konnte. 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