{"id":1220,"date":"2014-02-27T16:13:15","date_gmt":"2014-02-27T15:13:15","guid":{"rendered":"http:\/\/floni.eu\/?p=1220"},"modified":"2014-02-27T16:13:15","modified_gmt":"2014-02-27T15:13:15","slug":"good-morning-vietnam-good-afternoon-cambodia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?p=1220","title":{"rendered":"Good morning Vietnam &#8211; Good afternoon Cambodia"},"content":{"rendered":"<p>Nach drei Tagen Mekongdelta sind wir heute vormittag \u00fcber die Grenze zwischen Vietnam und Kambodscha gefahren und bleiben jetzt eine Nacht in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh (ja, das schreibt man wirklich so komisch), bevor wir morgen mit dem Bus weiter nach Siem Reap fahren. Dort warten als letzter Programmpunkt unserer Reise die ber\u00fchmten Tempel von Angkor auf uns.<br \/>\nDer Eindruck, den Vietnam auf uns gemacht hat, war \u00fcber weite Strecken nicht besonders gut. Das lag zum einen am Wetter, denn Nordvietnam konnten wir allein schon vor lauter Frieren nicht richtig genie\u00dfen. Zum zweiten waren die vom Reisef\u00fchrer angepriesenen landschaftlichen Sch\u00f6nheiten f\u00fcr uns oft nicht erkennbar, z.B. wenn wir uns auf malerische saftiggr\u00fcne Reisfelder gefreut hatten und im Grunde nichts au\u00dfer plastikverm\u00fcllte Matschfelder sahen. Und zum dritten muss man einfach sagen, dass wir mit den Menschen nicht warm geworden sind. Bei den allermeisten hatten wir das Gef\u00fchl, dass sie einzig und allein an unserem Geld interessiert sind und dass man f\u00fcr (unechte) Freundlichkeit in Vietnam immer Bares auf den Tisch legen muss. Nat\u00fcrlich gab es wohltuende Ausnahmen, aber insgesamt waren wir entt\u00e4uscht von dieser geldfixierten Grundhaltung.<br \/>\nDas hat sich jetzt auch nochmal sehr deutlich bei der Tour ins Mekongdelta gezeigt. Wir hatten uns von mehreren Agenturen Prospekte geholt, um die Angebote zu vergleichen. Fast alle Touren waren gleich aufgebaut: Busfahrt ins Mekongdelta, dann mit dem Boot rumfahren und jede Menge kleine Betriebe besichtigen, die alle m\u00f6glichen Waren in Handarbeit herstellen &#8211; S\u00fc\u00dfwaren, Honig, Reisnudeln, Popcorn etc. Nat\u00fcrlich besteht das eigentliche Ziel solcher Besichtigungen immer darin, dass die Touristen am Ende die vorgestellten Waren kaufen. Nur eine einzige Tour hatte diese ganzen Besichtigungen nicht im Programm. Sie war zwar mit Abstand die teuerste, aber wir hatten keine Lust auf Kaffeefahrten und buchten daher diese Tour &#8211; f\u00fcr stolze 1,8 Millionen Vietnamesische Dong pro Person! Ok, dazu muss man sagen, dass der Dong einfach nullkommanix wert ist. \ud83d\ude09 F\u00fcr einen Euro bekommt man etwa 28000 bis 29000 Dong. Aber das waren trotzdem immerhin 60 Euro pro Person f\u00fcr die Tour.<br \/>\nNun, vielleicht k\u00f6nnt ihr es euch schon denken: Am n\u00e4chsten Tag sa\u00dfen wir im Bus Richtung Mekongdelta und h\u00f6rten dem Tourguide zu, wie er das Tagesprogramm erl\u00e4uterte &#8211; zuerst mit dem Bus in einen bestimmten Ort, dann mit dem Boot weiter zu einem Betrieb, der Kokosnusskaramell herstellt, dann zu einem, der Honigprodukte herstellt&#8230; In diesem Moment wurde uns klar, dass wir genau in so einer Tour gelandet waren, wie wir sie NICHT haben wollten, was wir auch dem Tourguide mitteilten. Dummerweise hatte dieser die bei Vietnamesen leider sehr verbreitete Angewohnheit, bei Problemen oder Beschwerden pl\u00f6tzlich nur noch ganz schlecht Englisch zu verstehen, behauptete aber wiederholt, dass das genau die Tour sei, die auch in unserem Prospekt beschrieben sei, nur dass wir quasi noch ein paar Extraprogrammpunkte mit dabei h\u00e4tten. Uns dr\u00e4ngte sich schnell der Verdacht auf, dass uns die Agentur ganz dreist in eine der billigeren Touren reingebucht und das restliche Geld h\u00fcbsch selbst eingestrichen hatte. Schlie\u00dflich hatte die Dame in der Agentur, die \u00fcbrigens nur sehr schlecht Englisch sprach, am Telefon vietnamesisch gesprochen, so dass wir nicht verstehen konnten, was genau sie gebucht hatte. Aber jetzt war es zu sp\u00e4t, noch etwas zu \u00e4ndern, und da wir weiter nach Kambodscha und nicht zur\u00fcck nach Saigon wollten, konnten wir uns nach der Tour auch nicht mehr bei der Agentur beschweren.<br \/>\nWas folgte, war eine Odyssee! Am ersten Tag absolvierten wir eben jenes Programm und besichtigten alles, was zu besichtigen war. Was h\u00e4tten wir auch sonst machen sollen. Am Abend nach 12 Stunden Tour, als sich alle nur noch eine Dusche und ein Bett w\u00fcnschten, dann noch eine nette \u00dcberraschung: Das Hotel, zu dem wir eine halbe Ewigkeit im Bus hingekarrt worden waren, war schon voll, wir mussten also unser Gep\u00e4ck wieder in den Bus zur\u00fcck tragen und wurden in ein anderes Hotel geschafft. Dort hatten wir die n\u00e4chste Diskussion mit unserem Tourguide, da nach seiner Aussage das Mittagessen am n\u00e4chsten Tag extra zu bezahlen sei, wir aber laut unserer eigentlichen Tour das Essen schon mit dabei hatten und nach dem ganzen \u00c4rger mit der v\u00f6llig \u00fcberteuerten Tour nicht bereit waren, nochmal f\u00fcrs Essen zu zahlen. Er rief irgendwann ziemlich entnervt bei der Agentur in Saigon an, verlangte aber von uns, dass wir selbst unsere Forderungen stellen sollten. Nat\u00fcrlich konnte die Dame am Telefon nicht besonders gut Englisch, weshalb sich das Gespr\u00e4ch recht schwierig gestaltete. Am Ende hatte ich aber immerhin die Zusage, nichts f\u00fcr das Essen zahlen zu m\u00fcssen, und die Versicherung, in der richtigen Tour zu sein, nur dass wir ja tollerweise noch mehr Programmpunkte h\u00e4tten als im Prospekt beschrieben. Juchuu&#8230;<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen (Fr\u00fchst\u00fcck um 6) dann eine pl\u00f6tzliche \u00c4nderung: Wir wurden von unserer Gruppe getrennt und in eine andere gesteckt. Vielleicht sollte es so aussehen, als ob wir jetzt in die richtige Tour gebracht worden w\u00e4ren, ganz offensichtlich hatte der Guide aber einfach keine Lust mehr auf unsere Beschwerden. Mit dieser Gruppe besichtigten wir einen schwimmenden Markt und eine Reisnudelfabrik &#8211; wo wir unsere alte Gruppe wiedertrafen. Was f\u00fcr eine Augenwischerei! Ich will jetzt nicht alles im Detail aufz\u00e4hlen, aber so ging es weiter. Wir wurden nochmal anders gruppiert und trafen bei der Weiterreise nach Kambodscha wieder Leute, die in unserer ersten Gruppe gewesen waren, aber f\u00fcr das gleiche Programm viel weniger gezahlt hatten als wir.<br \/>\nDieses Erlebnis zum Abschluss der Vietnamreise hat unseren Gesamteindruck, der durch die sch\u00f6nen Tage in Hoi An und Mui Ne etwas verbessert worden war, wieder geh\u00f6rig nach unten gezogen. Wirklich schade! Offenbar verstehen die Menschen nicht, dass sie mit solchen Machenschaften dem Tourismus, der doch f\u00fcr sie und das Land wichtig ist, nur schaden. Oder es ist ihnen einfach egal.<br \/>\nKambodscha dagegen macht einen guten ersten Eindruck. Wir hatten zwar heute nur Zeit, den K\u00f6nigspalast in Phnom Penh zu besichtigen und ein wenig durch die Stra\u00dfen zu schlendern, aber ich habe das Gef\u00fchl, dass die Freundlichkeit der Menschen uns gegen\u00fcber hier erstens \u00fcberhaupt vorhanden und zweitens ehrlicher ist als in Vietnam. Mal sehen, ob sich dieser Eindruck h\u00e4lt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach drei Tagen Mekongdelta sind wir heute vormittag \u00fcber die Grenze zwischen Vietnam und Kambodscha gefahren und bleiben jetzt eine Nacht in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh (ja, das schreibt man wirklich so komisch), bevor wir morgen mit dem Bus &hellip; <a href=\"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?p=1220\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1220"}],"collection":[{"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1220"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1220\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1221,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1220\/revisions\/1221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}