{"id":1179,"date":"2014-02-23T16:25:06","date_gmt":"2014-02-23T15:25:06","guid":{"rendered":"http:\/\/floni.eu\/?p=1179"},"modified":"2014-02-23T16:28:47","modified_gmt":"2014-02-23T15:28:47","slug":"wueste-erlebnisse-in-mui-ne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?p=1179","title":{"rendered":"W\u00fcste Erlebnisse in Mui Ne"},"content":{"rendered":"<p>Wie schon in Neuseeland und Australien verl\u00e4uft die Routenplanung auch in Vietnam nach dem immer gleichen Schema: Ich habe die Macht, denn ich habe das Wissen, denn ich habe den Reisef\u00fchrer gelesen! \ud83d\ude00 Flo ist damit zufrieden, sich Zusammenfassungen anzuh\u00f6ren und zu sagen, ob ihm die von mir vorgeschlagenen Punkte gefallen oder nicht. So war das auch bei Mui Ne. &#8222;Mit einer einzigen Kopfdrehung reist man von der Karibik in die Sahara.&#8220;, stand dazu im Reisef\u00fchrer. Das klang interessant, das wollte ich sehen, Flo nickte, also fuhren wir hin. Aus dem Reisef\u00fchrer hatten wir uns ein h\u00fcbsches kleines Hotel am Strand rausgesucht (und seine Existenz im Internet nochmal kontrolliert, denn das Buch ist von 2004, da stimmt nicht mehr alles so ganz ;-)). Bei der Ankunft f\u00fchlten wir uns sofort an Fiji erinnert, denn die Anlage besteht aus ein paar Bungalows mit Schlafzimmer und Bad und ist wundersch\u00f6n mit Palmen und Blumen bepflanzt. Dazu der Strand und das Meer &#8211; Urlaubsidylle.<br \/>\nDas Besondere an dem Gebiet rund um Mui Ne (das eigentlich nur ein Fischerdorf ist, dessen Name aber in Touristenkreisen auch f\u00fcr den nahegelegenen kilometerlangen Strand steht, an dem sich ein kleines Hotel ans andere reiht), sind aber die Sandd\u00fcnen, die sich quasi direkt an den Strandabschnitt anschlie\u00dfen. Sie sind in zwei Farben erh\u00e4ltlich, n\u00e4mlich wei\u00df und rot, und bieten einen faszinierenden Kontrast zum palmenbestandenen Badestrand am blauen Meer. Man hat also tats\u00e4chlich Karibik und Sahara nebeneinander. Allerdings sind wir f\u00fcr richtigen Badeurlaub zur falschen Zeit gekommen, denn im Februar und M\u00e4rz gibt es an der K\u00fcste starke Winde und dementsprechend hohe und kr\u00e4ftige Wellen. Ideale Bedingungen f\u00fcr Surfer und Kitesurfer, die sich denn auch scharenweise auf dem Wasser tummelten und immer noch bessere Tricks vollf\u00fchren wollten als die anderen. Sehr unterhaltsam!\u00a0 \ud83d\ude42<br \/>\nUm nun auch wirklich an die Sandd\u00fcnen ranzukommen, buchten wir eine Tour, die originellerweise &#8222;Sandd\u00fcnentour&#8220; hei\u00dft. Wir hatten die Wahl zwischen Sonnenaufgang in den D\u00fcnen erleben (Start 5 Uhr morgens) oder Sonnenuntergang in den D\u00fcnen erleben (Start 2 Uhr nachmittags). Die Entscheidung fiel uns nicht schwer&#8230; Eigentlich hatten wir eine gef\u00fchrte Tour erwartet, es wurde aber mehr eine gefahrene Tour, denn die einzige Aufgabe unseres Begleiters bestand darin, uns zu den einzelnen Orten zu fahren, aus dem Jeep zu werfen und nach soundsoviel Minuten wieder einzusammeln. Keine Erkl\u00e4rungen, keine Hinweise, schon gar keine F\u00fchrung, wir mussten alles alleine gehen. Immerhin war das ausgezeichnet f\u00fcrs Gruppenklima, denn wir und unsere Mitteilnehmer haben uns schnell zusammengeschlossen, als wir das erste Mal ausgesetzt worden waren und drauflos marschieren mussten.<br \/>\nDie Sandd\u00fcnen waren aber trotzdem ein Erlebnis, es war wirklich wie in der W\u00fcste. Wir haben Sandberge erklommen und sind wieder runtergeh\u00fcpft, wobei wir bis zu den Knien in den warmen Sand eingesunken sind. Man h\u00e4tte auch Quad fahren k\u00f6nnen, aber wir hatten kein besonderes Interesse daran, vor allem, weil die Dinger nicht gerade neu aussahen und einen H\u00f6llenl\u00e4rm gemacht haben. Unangenehm war allerdings der starke Wind, der die ganze Zeit \u00fcber die D\u00fcnen gefegt ist und uns von oben bis unten paniert hat. Es war dazu noch ziemlich warm und wir haben dementsprechend geschwitzt, weshalb der Sand nat\u00fcrlich noch viel besser an uns kleben geblieben ist. Wir hatten Sand in den Augen, in den Ohren, im Mund (das knirscht dann zwischen den Z\u00e4hnen). Naja, so ist das eben in der W\u00fcste. Und wir konnten uns ja mit dem Gedanken tr\u00f6sten, dass bei der R\u00fcckkehr eine Dusche auf uns warten w\u00fcrde. Der Sonnenuntergang war leider nicht besonders spektakul\u00e4r, aber doch irgendwie lustig, denn die Sonne ist zuerst relativ fr\u00fch hinter einem Wolkenband verschwunden. Wir wollten daraufhin schon gehen, weil wir dachten, das sei es gewesen, als\u00a0 sie pl\u00f6tzlich vor den Wolken wieder rausgekommen ist (was nicht zu erwarten war, weil die Wolken bis zum Horizont reichten) und dann quasi zum zweiten Mal und diesmal wirklich hinter den D\u00fcnen untergegangen ist. Ach ja, was ich bisher noch nicht erw\u00e4hnt habe: Es waren mit uns sieben Teilnehmer f\u00fcr die Tour, der Jeep hatte aber nur f\u00fcnf Sitze (plus Fahrersitz). Wir sa\u00dfen also w\u00e4hrend der Fahrt jeweils zu dritt auf zwei Sitze gequetscht. Eine besonders sch\u00f6ne Art der V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung: Chinesen und Hongkonger sitzen Schulter an Schulter, Niederl\u00e4nder und Deutsche reiben ihre sandigen Knie aneinander &#8211; herrlich!<br \/>\nHeute mussten wir uns dann aber schon wieder von Mui Ne verabschieden, denn Saigon\/Ho Chi Minh City erwartete uns. Welche Bezeichnung jetzt die bessere ist, haben wir noch nicht rausgefunden. Offiziell hei\u00dft die Stadt ja schon seit einer Weile Ho Chi Minh City (nach dem bedeutenden vietnamesischen Politiker und Pr\u00e4sidenten Ho Chi Minh), auf vielen Schildern, Fahrpl\u00e4nen etc. findet man aber immer noch den alten Namen Saigon und auch die Vietnamesen selbst sind sich wohl nicht ganz einig, denn wir haben schon beides geh\u00f6rt. Vermutlich sind wir nur zwei N\u00e4chte hier und brechen dann zu einer mehrt\u00e4gigen Tour durchs Mekongdelta auf, an deren Ende die Weiterreise nach Phnom Penh in Kambodscha stehen wird. Wir haben allerdings noch nicht endg\u00fcltig entschieden, ob wir zwei oder drei Tage Mekongtour machen wollen, das kl\u00e4ren wir dann morgen.<br \/>\nW\u00e4hrend ich diesen Beitrag schreibe, sieht sich Flo das Sonntagsspiel der Ersten Fu\u00dfballbundesliga im vietnamesischen Fernsehen an. \ud83d\ude09 Ja ja, deutscher Fu\u00dfball ist einer der gr\u00f6\u00dften Exportschlager. Wir haben auf der ganzen Welt Fans getroffen und das h\u00e4ufigste, was wir als Antwort auf unsere Aussage, aus M\u00fcnchen (oder auch nur aus Deutschland) zu stammen, h\u00f6rten, war &#8222;Aah, Bayern M\u00fcnchen!&#8220;. Den zweiten Platz teilen sich dann \u00fcbrigens das Oktoberfest und &#8211; wer h\u00e4tte das gedacht &#8211; Schloss Neuschwanstein! Auch wenn das bisher kein einziger richtig aussprechen konnte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie schon in Neuseeland und Australien verl\u00e4uft die Routenplanung auch in Vietnam nach dem immer gleichen Schema: Ich habe die Macht, denn ich habe das Wissen, denn ich habe den Reisef\u00fchrer gelesen! \ud83d\ude00 Flo ist damit zufrieden, sich Zusammenfassungen anzuh\u00f6ren &hellip; <a href=\"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?p=1179\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1179"}],"collection":[{"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1179"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1182,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1179\/revisions\/1182"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}