{"id":1145,"date":"2014-02-18T17:07:10","date_gmt":"2014-02-18T16:07:10","guid":{"rendered":"http:\/\/floni.eu\/?p=1145"},"modified":"2014-02-18T17:14:04","modified_gmt":"2014-02-18T16:14:04","slug":"waermer-noch-waermer-heiss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?p=1145","title":{"rendered":"W\u00e4rmer&#8230;Noch w\u00e4rmer&#8230;Hei\u00df!"},"content":{"rendered":"<p>In Hanoi haben wir gefroren, in Hue wurden wir durch permanenten Nieselregen aufgeweicht &#8211; und jetzt schwitzen wir in der schw\u00fclen Hitze Hoi Ans. Das alles innerhalb einer Woche! Wir haben im Vorfeld schon viel \u00fcber den Wolkenpass gelesen, der \u00fcber eine Bergkette ein St\u00fcck s\u00fcdlich von Hue f\u00fchrt. Diese Bergkette wurde dabei immer als &#8222;Wetterscheide&#8220; bezeichnet, da sie den k\u00fchlen Norden vom hei\u00dfen S\u00fcden trennt. Aber dass es wirklich so ein deutlicher Unterschied werden w\u00fcrde, h\u00e4tte ich nicht gedacht. Von Hue, die in Reisef\u00fchrern gerne &#8222;Alte Kaiserstadt&#8220; genannt wird, obwohl es Kaiser dort nur im 19. und 20. Jahrhundert gab (also f\u00fcr europ\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse beim besten Willen nicht alt), sind wir mit dem Zug \u00fcber den Wolkenpass nach Da Nang gefahren. Die Zugstrecke gilt als eine der sch\u00f6nsten der Welt und wir haben uns sehr darauf gefreut. Nur leider sa\u00dfen wir auf der rechten Seite, die tolle Aussicht vom Berg auf die K\u00fcste mit karibikartigen Str\u00e4nden gab es aber nur auf der linken Seite. Dort sa\u00dfen auch noch lauter Einheimische, denen ihr Sch\u00f6nheitsschlaf eindeutig wichtiger war als die Aussicht, denn die meisten hatten zum Schutz vor der Sonne die Vorh\u00e4nge zugezogen und schliefen. Uns blieb also nichts anderes \u00fcbrig als unsere H\u00e4lse m\u00f6glichst weit zu verdrehen und irgendwie zwischen den Vorhangspalten durchzuschauen. Und beim Aussteigen traf uns dann die Hitzekeule mit voller Wucht, obwohl es im Zug schon furchtbar warm gewesen war. Kennt ihr das Gef\u00fchl, gegen eine Mauer aus hei\u00dfer Luft zu rennen? So war das. Die ganze Hitze, die wir in Nordvietnam so vermisst haben, hat sich anscheinend hinter dem Wolkenpass versteckt und ist dann bei unserer Ankunft in Hoi An schnell vorgesprungen (ich bilde mir ein, ich h\u00e4tte sogar ein fr\u00f6hliches &#8222;\u00dcberraaaschung!&#8220; geh\u00f6rt&#8230;). Jetzt sind also wieder kurze Klamotten, Hut und Sonnencreme angesagt.<br \/>\nHoi An, eine halbe Stunde Taxifahrt von Da Nang entfernt, ist die sch\u00f6nste Stadt, die wir bisher in Vietnam gesehen haben. Es ist ein relativ kleiner Ort, viel weniger Verkehr (zumindest was Mopeds angeht &#8211; hier dominieren die Fahrradfahrer), alles etwas gelassener. Noch vor zwanzig Jahren war der Ort laut meinem Reisef\u00fchrer alles andere als eine Touristendestination, mit verm\u00fcllten Stra\u00dfen und ohne ein Hotel oder Restaurant. Da in der Altstadt aber noch sehr viele H\u00e4user aus der Kolonialzeit erhalten sind, kamen immer mehr Touristen, was wie immer Vor- und Nachteile hat. Vorteile: Die Stadt ist heute vergleichsweise sauber, es liegt kaum noch M\u00fcll rum und alles ist sehr gepflegt. Viele der alten H\u00e4user, die schon recht verfallen waren, wurden renoviert und wieder hergerichtet. Nachteile: Alles ist auf den Tourismus ausgerichtet, ungef\u00e4hr 95% der H\u00e4user haben im Erdgeschoss ein Restaurant oder einen Souvenir- oder Schneiderladen. Ja, richtig gelesen: Hoi An ist die Stadt der Schneidereien, in den Stra\u00dfen der Altstadt reiht sich eine an die andere. Aber anscheinend gibt es genug Kunden f\u00fcr die vielen (selbsternannten?) Schneider. Und ich gestehe: Auch wir haben die Gelegenheit genutzt und uns etwas schneidern lassen. Ein Jackett f\u00fcr Flo, eine wei\u00dfe Bluse f\u00fcr mich &#8211; hey, ma\u00dfgeschneidert f\u00fcr zusammen 70 US Dollar (etwa 50 Euro), versucht das mal bei uns! Am ersten Tag vormittags Stoffe und Schnitte aussuchen und Ma\u00df nehmen lassen, am gleichen Tag abends anprobieren und Details kl\u00e4ren, am n\u00e4chsten Tag fertiges Kleidungsst\u00fcck abholen. Die Sachen sitzen gut und f\u00fchlen sich gut an, wenn sie dann vielleicht nicht ewig halten werden, was soll&#8217;s. Aber Hoi An ist auch noch f\u00fcr eine zweite Sache ber\u00fchmt: Lampions und Laternen. Die ganze Stadt ist damit beh\u00e4ngt, \u00fcber jede Stra\u00dfe spannen sich Girlanden und vor jedem Haus baumeln welche. Die meisten sind rund oder oval und mit bunten Stoffen bespannt. Das sieht schon tags\u00fcber sch\u00f6n aus, richtig toll wird es aber nachts, wenn diese ganzen bunten Lampions im Dunkeln leuchten. Besonders sch\u00f6n sind die St\u00e4nde, die selbige verkaufen, denn die sind nat\u00fcrlich vollgestopft damit und leuchten dann nachts in allen Farben. Zus\u00e4tzlich spiegeln sich die Lichter auch noch in dem Fluss, der durch Hoi An flie\u00dft. Abends sammeln sich dort Kinder und alte Frauen, die bunte Papierschiffchen mit Kerzen drin verkaufen, die man auf dem Fluss schwimmen lassen kann. Wir haben auch zwei Schiffchen auf die Reise geschickt, ein blaues und ein rotes. Sie sind zwar im Vergleich zu anderen Schiffchen nicht besonders weit gekommen, bevor die Kerzen ausgingen und man sie nicht mehr sehen konnte, aber sie sind die ganze Zeit eng nebeneinander geschwommen. Dabei hatte ich meins fr\u00fcher losgeschickt, aber Flo hat mich eingeholt und ist dann neben mir geblieben. Ein gutes Zeichen, oder? \ud83d\ude09 Also, wenn ihr mal nach Vietnam kommt, dann schaut euch Hoi An an. Es mag kitschig sein mit diesem \u00dcberfluss an Lichtern, aber es ist einfach sch\u00f6\u00f6n.<br \/>\nMorgen geht&#8217;s dann mit dem Nachtbus weiter nach Nha Trang. Eigentlich wollten wir von Hoi An noch weiter s\u00fcdlich nach Mui Ne fahren, wo es einen der sch\u00f6nsten Str\u00e4nde Vietnams gibt, an den sich rote Sandd\u00fcnen wie in der W\u00fcste anschlie\u00dfen, aber das w\u00e4ren 19 Stunden Busfahrt gewesen. Daher haben wir eine Nacht Aufenthalt in Nha Trang eingeschoben, damit es nicht ganz so schlimm wird. Nha Trang geh\u00f6rt auch zu den beliebtesten Reisezielen Vietnams, dann schauen wir es uns eben einen Tag an, auch wenn es uns im Vorhinein nicht besonders gereizt hat. Es ist halt ein typischer Badeort mit Strandpromenade etc., soll aber leider sehr von russischen Urlaubern dominiert sein. Ich sage leider, weil ich in der T\u00fcrkei einen Eindruck von russischen Badeurlaubern bekommen habe &#8211; und das war eben kein guter Eindruck. Aber man wird sehen. Und dann fahren wir wie gesagt weiter nach Mui Ne und von dort nach Ho Chi Minh City. Und schon ist die Vietnamreise rum und es bleiben noch ein paar Tage Kambodscha und zwei N\u00e4chte Bangkok.<br \/>\nUm ehrlich zu sein: Wir sind froh dar\u00fcber! Denn mittlerweile haben wir die Lust am Reisen verloren und k\u00f6nnen uns kaum noch auf das freuen, was noch vor uns liegt. Ich ertappe mich mehrmals t\u00e4glich dabei, wie ich die Tage z\u00e4hle, die noch bleiben, und mir w\u00fcnsche, es w\u00e4ren weniger. Ja, wir m\u00f6chten nach Hause! Das ist nat\u00fcrlich nicht gerecht gegen\u00fcber Vietnam (und Kambodscha), denn wir sind weniger offen f\u00fcr die tagt\u00e4glich neuen Eindr\u00fccke und haben weniger Motivation, uns darauf einzulassen, als das bei den anderen L\u00e4ndern der Fall war. Aber nach \u00fcber vier Monaten Reisen ist uns nun quasi auf den letzten Metern die Puste ausgegangen und alles ist sehr, sehr anstrengend: Route planen, Unterk\u00fcnfte buchen, Sehensw\u00fcrdigkeiten raussuchen &#8211; wie angenehm w\u00e4re es doch zuhause in der eigenen Wohnung mit all den vertrauten Dingen&#8230; Wir machen aber trotzdem weiter und versuchen, noch so viel wie m\u00f6glich mitzunehmen, damit wir nicht hinterher das Gef\u00fchl haben, die Zeit nicht genutzt zu haben. Es sind ja wie gesagt nur noch zwei Wochen. Und f\u00fcr Bangkok haben wir ja eh schon beschlossen, uns ein Hotel m\u00f6glichst nahe am Flughafen zu nehmen und einfach gar nichts mehr zu machen. Keine Ausfl\u00fcge, keine Stadtbesichtigung, nur noch mentale Vorbereitung auf zuhause. Und schlafen! Hm, vielleicht l\u00e4sst sich das ja sogar verbinden&#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Hanoi haben wir gefroren, in Hue wurden wir durch permanenten Nieselregen aufgeweicht &#8211; und jetzt schwitzen wir in der schw\u00fclen Hitze Hoi Ans. Das alles innerhalb einer Woche! 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