{"id":103,"date":"2013-10-17T01:59:00","date_gmt":"2013-10-16T23:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/floni.eu\/?p=103"},"modified":"2013-10-17T03:08:31","modified_gmt":"2013-10-17T01:08:31","slug":"we-could-see-him","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?p=103","title":{"rendered":"We could see him!"},"content":{"rendered":"<p>Tja, da sind wir nun endlich in Rio, das Hotel liegt nur ein paar Schritte von der Copacabana, dem Inbegriff von Sonne, Strand und Urlaubsspa\u00df entfernt &#8211; und es regnet den ganzen Tag! Ob ihr uns daf\u00fcr jetzt ehrlich bedauert oder lieber schadenfroh grinst, bleibt euch \u00fcberlassen. Beides ist aber eigentlich nicht angebracht, denn das schlechte Wetter schenkt uns ganz eigene Momente. Einen besonders magischen Moment durften wir heute ganz unverhofft erleben, wie ich euch kurz schildern will.<br \/>\nDie beiden gr\u00f6\u00dften und bekanntesten Touristenattraktionen Rios sind zweifellos der Zuckerhut und die Christusstatue auf dem Corcovado. Von beiden Orten hat man normalerweise einen atemberaubenden Blick \u00fcber die Stadt. Wenn das Wetter sch\u00f6n ist, was in unserer Vorstellung von Rio 365 Tage im Jahr der Fall ist. Dieses Jahr sind es leider nur 363, denn heute und morgen regnet es. Da wir aber nun mal genau jetzt in Rio sind, fuhren wir trotzdem zum Corcovado. Mit dem Bus f\u00fcr weniger als einen Euro quer durch die Stadt, etwas abenteuerlich, da es hier keine festen Fahrpl\u00e4ne gibt und man sich zum Einsteigen quasi vor den gew\u00fcnschten Bus werfen muss, um auf sich aufmerksam zu machen. Am Corcovado angekommen, wollten wir die Tickets f\u00fcr die Fahrt mit der Bahn hinauf zur Statue kaufen, wurden aber von dem Verk\u00e4ufer freundlich darauf hingewiesen, dass das Wetter so schlecht sei, dass man oben weder die Stadt noch die Statue sehen k\u00f6nne. Er sei dazu verpflichtet, uns das vorher zu sagen, da wir keinen Anspruch auf Erstattung wegen schlechtem Wetter h\u00e4tten. Nett von ihm &#8211; aber wie gesagt, wir k\u00f6nnen leider nicht auf besseres Wetter warten, da wir eben genau jetzt in Rio sind, also kauften wir die Tickets trotzdem. Ich meinte noch zu Flo: &#8222;Vielleicht hat der liebe Gott ja ein Einsehen und schiebt die Wolken kurz weg.&#8220; Wir tr\u00f6steten uns dann mit der Vorstellung, praktisch allein dort oben zu sein. Das klappte auch ganz gut, bis die etwa zwanzigk\u00f6pfige indische Reisegruppe zu uns in den Waggon stieg und die etwa zwanzigk\u00f6pfige japanische Reisegruppe in den Waggon dahinter. Naja, dann eben nicht alleine&#8230;<br \/>\nWir bereuten unsere Entscheidung aber nicht, denn die Fahrt hinauf zur Statue geht quer durch den Dschungel, vorbei an riesigen B\u00e4umen und jeder Menge uns unbekannter Pflanzen. Durch die offenen Fenster roch es richtig nach Urwald. Wer wissen will, wie das riecht, muss nur in Hellabrunn ins Tropenhaus gehen. \ud83d\ude09 W\u00e4hrend ich darauf wartete, dass sich Tarzan mit einer Liane um die Ecke schwang, f\u00fchlte sich Flo an Rambo erinnert. Klischee l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen&#8230;<br \/>\nOben angekommen hechteten wir an den Indern und Japanern (die zum Gl\u00fcck alle den Lift nahmen, das verschaffte uns Zeit ^^) die Treppenstufen hoch, um wenigstens einen Moment allein genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Man sah tats\u00e4chlich nicht viel von der Statue, weil sie in wei\u00dfe Wolken geh\u00fcllt war. Aber dann, gerade als wir hochblickten, lichteten sich die Wolken und gaben die Statue frei! Wir staunten und f\u00fchlten uns seltsam ber\u00fchrt: Es schien wirklich, als ob Christus kurz auf uns herabblicken w\u00fcrde. Etwa eine halbe Minute hatten wir die Gelegenheit, sein Gesicht zu sehen, dann zogen die n\u00e4chsten Wolkenschwaden heran und machten die riesige Statue wieder praktisch unsichtbar. Als die anderen Touristen die Aussichtsplattform erreichten, war der Moment schon vor\u00fcber und sie mussten sich damit zufriedengeben, die Umrisse der Statue durch die Wolken zu erahnen. Was f\u00fcr ein besonderer Moment! Das Foto, das dabei entstanden ist, ist mir auf jeden Fall mehr wert als jedes Sch\u00f6nwetterfoto, dass sich sowieso tausendfach in B\u00fcchern und Prospekten findet. Da st\u00f6rte es auch nicht, dass von der Stadt tats\u00e4chlich \u00fcberhaupt nichts zu sehen war &#8211; wir blickten auf ein wei\u00dfes Wolkenmeer, als ob wir in einem Flugzeug sitzen w\u00fcrden. Wieder unten angekommen (netterweise begl\u00fcckte uns die etwa zwanzigk\u00f6pfige indische Reisegruppe auch bei der R\u00fcckfahrt&#8230;) riefen wir dem Verk\u00e4ufer im Vorbeigehen strahlend zu: &#8222;We could see him!&#8220;. \ud83d\ude42<br \/>\nF\u00fcr morgen haben wir dann eigentlich den Zuckerhut eingeplant, falls das Wetter nicht noch schlechter wird. Aber das lassen wir einfach auf uns zukommen, \u00e4ndern k\u00f6nnen wir es ja eh nicht. Oder wie die Brasilianer sagen: Tudo bem!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tja, da sind wir nun endlich in Rio, das Hotel liegt nur ein paar Schritte von der Copacabana, dem Inbegriff von Sonne, Strand und Urlaubsspa\u00df entfernt &#8211; und es regnet den ganzen Tag! 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