{"id":44,"date":"2013-09-10T21:58:07","date_gmt":"2013-09-10T19:58:07","guid":{"rendered":"http:\/\/floni.eu\/?page_id=44"},"modified":"2013-09-17T20:31:46","modified_gmt":"2013-09-17T18:31:46","slug":"der-weg-zur-reise","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/weltreise.floni.eu\/?page_id=44","title":{"rendered":"Der Weg zur Reise"},"content":{"rendered":"<p>Juhu: Meine Klausuren sind endlich vorbei! Jetzt kann ich mein Versprechen einl\u00f6sen und den Blog mit ein paar mehr Informationen f\u00fcllen.<br \/>\nAuf dieser Seite werde ich euch nach und nach schildern, wie unsere Reise zu dem geworden ist, was sie jetzt ist. Wie sind wir \u00fcberhaupt darauf gekommen, eine Weltreise zu machen? Was m\u00fcssen wir bei der Organisation alles beachten? Diese und weitere Fragen, die ihr euch vielleicht stellt, versuche ich in den folgenden Abschnitten zu beantworten.<\/p>\n<p><a href=\"#wie_alles_begann\">1) Wie alles begann&#8230;<\/a><br \/>\n<a href=\"#planung\">2) Die Planung<\/a><br \/>\n<a href=\"#organisation\">3) Die Organisation<\/a><\/p>\n<p><a name=\"wie_alles_begann\"> <\/a><br \/>\n<strong>1) Wie alles begann&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Am Anfang der ganzen Geschichte steht ein Buch, das Flos Mutter mir 2011 als Lekt\u00fcre f\u00fcr unseren Mallorcaurlaub gegeben hatte: &#8222;Endlich weg &#8211; \u00dcber eine Weltreise zu zweit&#8220; von R\u00fcdiger Barth. Darin beschreibt der Journalist die viermonatige Reise, die er 2005\/06 zusammen mit seiner Frau unternommen hatte. Ich lag also am Strand unter unserem Sonnenschirm, las von fremden L\u00e4ndern und Kulturen und jeder Menge aufregender Erlebnisse und hatte immer mehr das Gef\u00fchl, in meinem bisherigen Leben etwas verpasst zu haben &#8211; sozusagen eine kleine Midlife-Crisis mit Anfang 20.<br \/>\nDazu ein kleiner R\u00fcckblick: Ich wurde mit sechs Jahren eingeschult, absolvierte Grundschule und Gymnasium, ohne einmal sitzenzubleiben, und schlo\u00df meine Schulausbildung neunzehnj\u00e4hrig mit einem recht ansehlichen Abiturschnitt ab. Danach machte ich keinen langen Urlaub (geschweige denn ein Jahr Pause wie einige meiner Mitsch\u00fcler), sondern arbeitete einen Sommer lang in einem Supermarkt und begann dann mein Psychologiestudium. Zum Zeitpunkt des Mallorcaurlaubs hatte ich zwar meinen Bachelor noch nicht abgeschlossen, aber auch hier deuteten die bisherigen Noten &#8211; \u00e4hnlich wie beim Abitur &#8211; auf einen guten Abschluss hin. Kurz gesagt ein perfekter Lebenslauf f\u00fcr die Bewerbungsunterlagen! Aber der Gedanke, dass es immer so weiter gehen w\u00fcrde, machte mir Angst: Nach dem Bachelor der Master, dann vielleicht noch der Doktortitel oder gleich der Einstieg ins Berufsleben und anschlie\u00dfend Schritt f\u00fcr Schritt die Karriereleiter nach oben. Genau das hatte ich eigentlich nie gewollt. (Im Ernst: Karriere war mir nie wichtig. Auf die Frage, was ich denn werden wolle, w\u00e4re meine ehrliche Antwort als Jugendliche &#8222;Hausfrau und Mutter&#8220; gewesen. Aber das h\u00e4tte nat\u00fcrlich niemand h\u00f6ren wollen.)<br \/>\nJe l\u00e4nger ich also das Buch las, desto dringender wurde mein Wunsch nach einer Auszeit. Einmal symbolisch &#8222;Stopp&#8220; rufen und dem ewigen Leistungsdruck entkommen k\u00f6nnen, das w\u00e4r&#8217;s! Als ich das erste Mal zu Flo sagte: &#8222;Lass uns auch eine Weltreise machen!&#8220;, war es trotz allem noch als Scherz gedacht. Und beim zweiten und dritten Mal vielleicht auch. Aber irgendwann hatte es sich in unseren K\u00f6pfen festgesetzt. Und wir merkten, dass es nicht nur jetzt sein k\u00f6nnte, sondern eigentlich sogar jetzt sein musste: Jetzt hatten wir noch problemlos die M\u00f6glichkeit, uns soviel Zeit zu nehmen. Jetzt konnten wir noch finanziell von Erm\u00e4\u00dfigungen f\u00fcr Studenten und junge Leute profitieren. Und schlie\u00dflich war die Entscheidung gef\u00e4llt: Wir reisen einmal um die Welt!<br \/>\n(Das reimt sich, und was sich reimt, ist gut, wie schon der Pumuckl wusste.)<\/p>\n<p><a name=\"planung\"> <\/a><br \/>\n<strong>2) Die Planung<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem wir die Reise also fest beschlossen hatten, waren nat\u00fcrlich vor allem zwei Fragen essentiell: Wann fahren wir? Und wohin \u00fcberhaupt?<br \/>\nBei der Frage nach dem Wohin diente uns wieder das Buch von R\u00fcdiger Barth als Anhaltspunkt. Falls ihr es mal lesen solltet (ich leihe es euch gerne, aber nur auf eure Verantwortung &#8211; es kann n\u00e4mlich weitreichende Folgen haben&#8230;), werdet ihr merken, dass wir unsere Route teilweise stark an die im Buch angelehnt haben. Es hat oft einfach gut zu dem gepasst, was wir uns vorgestellt haben. Besser jedenfalls als die ganzen vorgefertigten Weltreiserouten, die Reiseveranstalter und -b\u00fcros in Katalogen und im Internet anbieten. Hierzu seien kurz die f\u00fcnf &#8222;Gro\u00dfen Entscheidungen&#8220; der Planung zusammengefasst, die Herr Barth in seinem Buch beschreibt:<br \/>\n1. Vor allem auf der S\u00fcdhalbkugel unterwegs sein<br \/>\n2. In Richtung Westen starten<br \/>\n(Die meisten fertigen Routen gehen \u00fcbrigens nach Osten, was zumindest im Hinblick auf den deutlich schlimmeren Jetlag unverst\u00e4ndlich ist.)<br \/>\n3. Kuba umkurven<br \/>\n(Ja, auch wir mussten die Erfahrung machen, dass Kuba sich anscheinend nicht mit einer Weltreise vereinbaren l\u00e4sst.)<br \/>\n4. Afrika umkurven<br \/>\n(wird sonst einfach zu viel)<br \/>\n5. Es tun.<br \/>\nDas Buchkapitel zur Planung habe ich mittlerweile zigmal gelesen und &#8222;Es tun&#8220; wurde zu einer Art Mantra f\u00fcr mich. Ohne diesen Schritt kann man keine Weltreise machen! Nicht immer nur nachdenken, nicht immer abw\u00e4gen, ob dies oder das besser w\u00e4re, denn so kommt am Ende nichts dabei heraus. Man muss es tun. Punkt.<\/p>\n<p>Bei der Frage nach dem Wann hatten wir urspr\u00fcnglich eine sehr gute L\u00f6sung: Im Winter 2012 sollte es sein, denn wenn alles nach Plan gelaufen w\u00e4re, h\u00e4tten wir beide im Herbst 2012 unser Studium abgeschlossen. Und ein Semester zwischen Bachelor und Master oder Festanstellung auszusetzen w\u00e4re kein Problem gewesen. Im Grunde hatten wir den Besuch im Reiseb\u00fcro, um die Fl\u00fcge zu buchen, schon fest geplant, warteten nur noch das Ergebnis einer Klausur von Flo ab. Nun, ihr ahnt es schon&#8230;<br \/>\nDie Klausur war nicht bestanden. Er konnte damit sein Studium nicht rechtzeitig abschlie\u00dfen.<br \/>\nDaraufhin folgte eine Zeit voller Streit, Tr\u00e4nen, Entt\u00e4uschung, Wut &#8211; kurz gesagt eine schwierige Zeit. Es war vor allem f\u00fcr mich sehr schwer, mich (vorerst) von unserer Weltreise zu verabschieden, denn ich wurde planm\u00e4\u00dfig mit meinem Bachelor fertig und konnte doch nicht wegfahren. Kurz \u00fcberlegte ich tats\u00e4chlich, alleine zu fahren, aber wirklich nur ganz kurz, denn das w\u00fcrde ich mich niemals wirklich trauen.<br \/>\nNach einer Weile war die schlechte Nachricht verarbeitet und wir versuchten, das Beste daraus zu machen. (Ich schaffe es gl\u00fccklicherweise meistens, auch in negativen Dingen einen Sinn zu sehen, und glaube auch hier fest daran, dass es eben so sein sollte und dass alles so, wie es l\u00e4uft, richtig l\u00e4uft.) Wir verschoben also die Reise kurzerhand um ein Jahr. Flo wird jetzt wie urspr\u00fcnglich geplant direkt vor der Reise mit seinem Bachelor fertig und ich habe dank meines flexiblen Studiums an der Fernuniversit\u00e4t (das ich vielleicht auch ein klitzekleines bisschen aus diesem Grund ausgew\u00e4hlt habe) keine Probleme, ein Semester zu pausieren. Das Wintersemester 2013\/14 wird unser &#8222;Weltreisesemester&#8220; sein!<\/p>\n<p><a name=\"organisation\"> <\/a><br \/>\n<strong>3) Die Organisation<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem die zwei gro\u00dfen Fragen &#8222;wann&#8220; und &#8222;wohin&#8220; im Groben gekl\u00e4rt waren und wir uns diesmal auch sicher sein konnten, das es klappen wird (zumindest so sicher, wie man sich eben sein kann), ging es an die Feinplanung. Jedes Detail will ich hier nat\u00fcrlich nicht aufz\u00e4hlen, aber ich denke, auch die Zusammenfassung l\u00e4sst schon das zeitliche und organisatorische Ausma\u00df erahnen, das so eine Weltreiseplanung mit sich bringt.<\/p>\n<p><strong>Fl\u00fcge<\/strong><br \/>\nUrspr\u00fcnglich wollten auch wir mit einem der ber\u00fchmten &#8222;Round-the-world-Tickets&#8220; fliegen. Bei STA-Travel, einem auf Jugendliche\/junge Erwachsene und Weltreisen spezialisierten Reiseb\u00fcro (wie passend, nicht?), erfuhren wir dann aber, dass wir mit individuell gebuchten Fl\u00fcgen dank Jugend- und Studententarifen g\u00fcnstiger wegkommen und auch noch mehr Freiheit beim Buchen haben. Also kein RTW-Ticket nehmen, sondern selber zusammenbasteln. Auch gut.<br \/>\nDie anfangs von Flo favorisierte Reiseart &#8222;Einfach mal losziehen und spontan entscheiden, wo es als n\u00e4chstes hingeht&#8220; war allein schon deshalb nicht realisierbar, weil die meisten L\u00e4nder, die wir bereisen wollen, schon bei der Einreise ein g\u00fcltiges Weiterreiseticket verlangen. (Nach dem Motto: Du darfst zwar rein, aber wir wollen sicher sein, dass du auch wieder rausgehst.) Abgesehen davon h\u00e4tte mir diese Art zu reisen auch \u00fcberhaupt nicht gepasst, weil ich glaube, dass man viel mehr von einem Land hat, wenn man sich darauf vorbereiten kann. Und das geht nur, wenn ich im Vorhinein schon wei\u00df, wo ich hinfahre. Also geben uns jetzt quasi als Kompromiss die bereits gebuchten Fl\u00fcge einen Reiserahmen, in dem aber wir immer noch viel Platz f\u00fcr spontane Entscheidungen haben (s. auch &#8222;Die Reise&#8220;). Nur der erste Teil der Reise von Salvador bis Santiago de Chile ist tats\u00e4chlich schon komplett mit Unterk\u00fcnften, Transporten und Ausfl\u00fcgen\/Besichtigungen gebucht, da wir hier aufgrund der sprachlichen Schwierigkeiten und der leider doch vielerorts erh\u00f6hten Kriminalit\u00e4t einfach auf Nummer sicher gehen wollten. Au\u00dferdem war uns ein &#8222;sanfter&#8220; Einstieg ins Reisen ehrlich gesagt lieber als der sofortige Sprung ins kalte Wasser. Die geborenen Abenteurer sind wir eben doch nicht&#8230; \ud83d\ude09<br \/>\n<strong><br \/>\nAusr\u00fcstung<\/strong><br \/>\nViele, die von unserer Reise h\u00f6ren, k\u00f6nnen sich gar nicht vorstellen, f\u00fcr f\u00fcnf Monate nur das nutzen zu k\u00f6nnen, was man dabei hat. Ehrlich gesagt &#8211; ich mir auch nicht! Aber irgendwie wird es wohl gehen (m\u00fcssen). Jeder von uns hat einen gro\u00dfen Rucksack, Flo mit 70 Litern, ich mit 80. Der Clou bei meinem ist allerdings, dass es kein reiner Rucksack ist, sondern eine Mischung aus Rollkoffer und Rucksack. Soll hei\u00dfen, ich kann ihn &#8211; wann immer m\u00f6glich &#8211; ziehen und muss ihn nur bei extrem schlechten Stra\u00dfenverh\u00e4ltnissen (oder bei nicht vorhandenen Stra\u00dfen&#8230;) auf dem R\u00fccken tragen. Genial, oder? Ich liebe ihn jetzt schon! \ud83d\ude42 Tja, und in diese Rucks\u00e4cke kommt dann alles, was wir f\u00fcr f\u00fcnf Monate brauchen. Das bedeutet nat\u00fcrlich, dass wir sowohl bei Volumen als auch Gewicht sparen m\u00fcssen, wo es nur geht. Deshalb haben wir uns in den einschl\u00e4gigen Outdoorl\u00e4den ordentlich mit Funktionskleidung eingedeckt &#8211; leicht, schnelltrocknend, b\u00fcgelfrei. Dabei gibt es die Hosen (bevorzugt Zip, damit man lange und kurze Hose in einem hat) wahlweise sandfarben oder dunkelgrau und die Blusen bzw. Hemden grunds\u00e4tzlich kariert! Zwar in verschiedenen Farbkombis, aber immer kariert, kariert, kariert! Na ja, wir wollten ja keinen Sch\u00f6nheitswettbewerb gewinnen&#8230; Nat\u00fcrlich nehmen wir aber nicht f\u00fcr f\u00fcnf Monate Klamotten mit, sondern waschen unterwegs, wann immer es geht. Wir werden wohl vier Hosen (lange und kurze), f\u00fcnf oder sechs Blusen\/Hemden (auch lange und kurze) und Unterw\u00e4sche und Socken f\u00fcr etwa eine Woche dabei haben, dazu Fleece- und Regenjacke, Badekleidung und drei Paar Schuhe (feste Wanderschuhe\/Sandalen\/Flip Flops als Badelatschen und Hausschuhersatz). Bei dieser Vorstellung muss ich schon schlucken, denn wie wohl die meisten bin ich es gewohnt, mich aus einem vollen Kleiderschrank zu bedienen und f\u00fcr jedes Wetter gen\u00fcgend passende Sachen griffbereit zu haben. Aber darum geht&#8217;s ja auch bei der Reise: Raus aus dem Gewohnten und rein ins Unbekannte!<br \/>\nNeben der Kleidung muss aber noch jede Menge anderes Zeug mit in den Rucksack: Hygieneartikel, Medikamente, Reisef\u00fchrer und andere B\u00fccher, Dokumente, elektronische Ger\u00e4te (Digitalkamera, Videokamera, Tablet &#8211; ich will ja schlie\u00dflich ordentlich bloggen k\u00f6nnen ;-)), d\u00fcnne Schlafs\u00e4cke (sog. Inletts), ein Moskitonetz und allerhand Kleinkram wie z.B. W\u00e4scheleine, N\u00e4hzeug usw. Uff!<\/p>\n<p><strong>Impfungen<\/strong><br \/>\nEin weiterer wichtiger Punkt, der gegen die &#8222;Ich entscheide heute, in welchem Land ich morgen sein werde&#8220;-Methode spricht, sind die Impfungen. Denn z.B. die Gelbfieberimpfung ist sogar als Einreisebedingung in vielen L\u00e4ndern vorgeschrieben &#8211; allerdings seltsamerweise nur, wenn man aus einem Gelbfieberland kommt. In ein Gelbfieberland einreisen geht auch ohne Impfung, wenn man vorher in keinem war. Nicht sehr sinnvoll, aber was soll&#8217;s. Wir lassen uns nat\u00fcrlich vorrangig zu unserem eigenen Schutz impfen und nicht wegen irgendwelcher Vorschriften. Also haben wir uns f\u00fcr eine ganze Palette an Reiseimpfungen entschieden: Gelbfieber, Hepatitis A und B, Tollwut, dazu bei mir eine Auffrischung der Standardimpfungen Diphterie, Tetanus, Polio, Pertussis und FSME. Bei Masern (gerade auch in Deutschland wieder aktuell!), Mumps und R\u00f6teln ist unser Impfschutz schon ausreichend. Auf die Impfungen gegen Japanische Enzephalitis und Typhus haben wir dagegen verzichtet. Bei ersterem ist das Risiko zu erkranken f\u00fcr unsere Reise erfreulicherweise sehr gering, bei zweiterem bietet auch die Impfung nur einen etwa siebzigprozentigen Schutz. Soll hei\u00dfen, aufpassen muss man trotzdem genauso, also bringt die Impfung nicht besonders viel.<br \/>\nInsgesamt ganz sch\u00f6n viele Spritzen, ganz sch\u00f6n viele Schmerzen im Arm &#8211;\u00a0 und ganz sch\u00f6n viel Geld! Allein die Tollwutimpfung, die aus drei Spritzen besteht, kostet stolze 190 Euro pro Person! Da Tollwut aber bei Ausbruch immer t\u00f6dlich verl\u00e4uft, finden wir es doch besser, im Zweifelsfall 190 Euro \u00e4rmer zu leben als 190 Euro reicher zu sterben&#8230;<br \/>\nGegen Malaria, das Schreckgespenst jedes Fernreisenden, gibt es ja leider noch keine Impfung. Hier hilft nur ein sorgf\u00e4ltiger M\u00fcckenschutz durch entsprechende Kleidung, Sprays, Moskitonetz usw. und f\u00fcr den Notfall ein Stand-by-Medikament, das wir aus Deutschland mitnehmen werden. M\u00fcckenschutz ist aber sowieso immer angebracht, denn auch Denguefieber und die oben erw\u00e4hnte Japanische Enzephalitis werden durch M\u00fccken \u00fcbertragen. Die sind netterweise auch noch teilweise tags\u00fcber und teilweise nachts aktiv, so dass wir wirklich rund um die Uhr besch\u00e4ftigt sind. Soll ich euch was sagen &#8211; ich hasse M\u00fccken!!<\/p>\n<p><strong>Visa<\/strong><br \/>\nDieser Punkt gestaltete sich zum Gl\u00fcck gr\u00f6\u00dftenteils weniger kompliziert als vorher bef\u00fcrchtet. In den meisten L\u00e4ndern, die wir besuchen, erh\u00e4lt man bei der Einreise ein Touristenvisum f\u00fcr eine bestimmte Dauer. F\u00fcr Australien braucht man ein vorher beantragtes Visum, das geht aber ganz einfach \u00fcbers Internet und kostet auch nichts. Vorbildlich! Das genaue Gegenteil ist da Vietnam. F\u00fcr das vietnamesische Visum hatten wir zwei M\u00f6glichkeiten: Entweder \u00fcber diverse Anbieter im Internet bestellen und hoffen, dass man keinen Betr\u00fcger erwischt hat und das Visum bei der Einreise auch wirklich vorliegt &#8211; unserer Meinung nach nicht besonders attraktiv. Vor allem, weil die Preise f\u00fcr Internetvisa in den letzten Jahren offenbar kr\u00e4ftig gestiegen sind und daher auch die Preisersparnisse kaum noch als Argument daf\u00fcr sprechen k\u00f6nnen. Oder das Visum bei der vietnamesischen Botschaft in Berlin bestellen. Daf\u00fcr muss man seinen Reisepass, ein Formular und die Visumsgeb\u00fchr von derzeit 75 Euro f\u00fcr ein 30-Tage-Visum hinschicken. Allerdings sitzen in der Botschaft anscheinend lauter Scherzkekse, denn die Geb\u00fchr wollen sie als Bargeld oder Verrechnungsscheck. Ja, richtig gelesen: Nix Online\u00fcberweisung, Verrechnungsscheck! Meine Bank hat die \u00fcberhaupt nicht mehr vorr\u00e4tig! Nun ja, warum einfach, wenn&#8217;s auch kompliziert geht, nicht wahr? \u00c4hnlich kurios ist auch die USA, denn die verlangen f\u00fcr unseren Transitaufenthalt in Los Angeles (aus Panama kommen, f\u00fcnfeinhalb Stunden warten, nach Nadi weiterfliegen) tats\u00e4chlich eine Einreisegenehmigung! Kann zwar recht problemlos im Internet beantragt werden, ist aber trotzdem Aufwand und kostet immerhin 14 Dollar. Nur daf\u00fcr, dass wir ein paar Stunden im Flughafen rumsitzen d\u00fcrfen&#8230; Ein besonderes Schmankerl zum Schluss wird Kambodscha sein, denn daf\u00fcr k\u00f6nnen wir noch gar kein Visum beantragen, weil es ab Ausstellung nur drei Monate g\u00fcltig ist. Hmpf. Also m\u00fcssen wir entweder unterwegs eine kambodschanische Botschaft auftreiben oder zu einem der wenigen Grenz\u00fcberg\u00e4nge fahren, an dem man direkt ein Visum bekommt. Beides nicht so toll. Aber wie sagte schon Karl Valentin? Schwer ist leicht was!<\/p>\n<p><strong>Finanzierung<\/strong><br \/>\nEine Frage, die sich sicher die meisten von euch stellen, auch wenn viele sie nicht aussprechen: Wieviel kostet denn so eine Reise und woher haben die das Geld dazu? Nun, \u00fcber Geld spricht man ja angeblich nicht, aber wir sehen da eigentlich kein Problem. Es ist schlie\u00dflich nichts Geheimes oder Verwerfliches dabei. Kurz gesagt: Wir rechnen pro Person mit 10.000 bis 12.000 Euro Gesamtkosten (Fl\u00fcge, Unterk\u00fcnfte, Transportmittel, Versicherungen, Essen, Hygieneartikel, dazu die schon vorher get\u00e4tigten Ausgaben f\u00fcr Impfungen, Visa, Ausr\u00fcstung etc.). Bevor ihr jetzt aufschreit ob der gro\u00dfen Summe, hier ein kleiner Vergleich: Die meisten von euch finden es vermutlich v\u00f6llig normal, dass man mit 17 oder 18 den F\u00fchrerschein macht, sich ein kleines Auto kauft &#8211; gerne gebraucht &#8211; und ab da mit dem Auto durch die Gegend f\u00e4hrt. Und jetzt rechnet mal kurz, wie viel so ein Auto pro Jahr kostet&#8230; Aha, siehe da: Unsere Weltreise kostet uns nicht mehr, vermutlich sogar weniger als das, was f\u00fcr ein Auto seit unserem 18. Geburtstag (also seit f\u00fcnf bzw. sechs Jahren) angefallen w\u00e4re!<br \/>\nNat\u00fcrlich ist das Geld f\u00fcr die Reise nicht vom Himmel gefallen. Unsere Ersparnisse sind buchst\u00e4blich das Ergebnis jahrelangen Sparens &#8211; schon w\u00e4hrend der Schule und w\u00e4hrend des gesamten Studiums nebenbei gearbeitet, kein Auto, keine Markenklamotten, nur in Ausnahmen teure Aktivit\u00e4ten und nur zu besonderen Anl\u00e4ssen ein Restaurantbesuch. Das klingt langweilig und m\u00fchselig. Und manchmal war es das auch. Aber wir sind beide von Natur aus sparsam und kommen deshalb meist gut damit zurecht, nicht von allem das tollste zu haben. Jetzt k\u00f6nnen wir uns daf\u00fcr mit etwas wirklich Au\u00dfergew\u00f6hnlichem belohnen. Und ich finde, wir haben es uns verdient! Also bitte keine Missgunst, denn man muss nicht nur die tolle Reise sehen, die fast jeder auch gerne machen w\u00fcrde, sondern auch den jahrelangen Verzicht im Vorfeld, zu dem vermutlich gar nicht mehr so viele bereit w\u00e4ren.<br \/>\nWeil wir es aber mit Sparen allein trotzdem nicht geschafft h\u00e4tten (zumindest nicht so fr\u00fch), ist es nun abschlie\u00dfend an der Zeit, Danke an viele Menschen zu sagen, die uns unterst\u00fctzt haben:<\/p>\n<p>Danke an alle Schenker f\u00fcr zahlreiche gro\u00dfz\u00fcgige Geschenke (ob Bargeld, Gebrauchsgegenst\u00e4nde oder &#8222;Luxusartikel&#8220;) nicht nur zu Weihnachten und Geburtstagen, sondern manchmal auch einfach so, und nicht von Million\u00e4ren, sondern von ganz normalen Menschen, die es selbst nicht allzu \u00fcppig haben!<\/p>\n<p>Danke an alle Autobesitzer, die uns immer wieder ihr Auto leihen oder uns irgendwohin mitnehmen bzw. von dort abholen! Denn nat\u00fcrlich geht das Leben auch ohne Auto, wenn man zwei oder drei Milchpackungen mit dem Fahrrad nach Hause f\u00e4hrt, aber leicher geht es, wenn man gleich einen ganzen 12er-Karton Milch mit dem Auto nach Hause fahren kann. Wir kennen beides und wissen daher die zweite Variante sehr zu sch\u00e4tzen!<\/p>\n<p>Danke an alle K\u00f6che f\u00fcr die vielen Einladungen zum Essen, bei denen wir oft Leckereien aufgetischt bekommen, die wir uns selbst nicht leisten k\u00f6nnen oder wollen oder die f\u00fcr zwei Personen einfach nicht machbar w\u00e4ren. Wer ab und zu so verw\u00f6hnt wird, braucht gar keine Restaurantbesuche mehr!<\/p>\n<p>Danke an alle Ohren, die uns zugeh\u00f6rt haben, alle Gehirne, die f\u00fcr uns nachgedacht haben, alle M\u00fcnder, die uns Mut zugesprochen haben und alle H\u00e4nde, die mit angepackt haben auf dem langen Weg zu unserer Reise! Ihr habt alle mitgebaut an unserem gro\u00dfen Traum! \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Juhu: Meine Klausuren sind endlich vorbei! Jetzt kann ich mein Versprechen einl\u00f6sen und den Blog mit ein paar mehr Informationen f\u00fcllen. 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